„Helena, meine Haut ist irgendwie komisch …“
Schön, dass du sich entschieden hast, weiterzumachen! Deine Haut hat Ihr Interesse geweckt – jetzt lernen wir sie noch besser kennen und finden heraus, was ihr wirklich guttut.
Diesen Satz höre ich in meinem Studio ziemlich oft: „Helena, meine Haut ist irgendwie komisch.“
Und meistens weiß ich schon, was jetzt kommt.
„Mal ist sie trocken … dann glänzt sie plötzlich … hier habe ich Pickel … da spannt sie … und irgendwie sieht sie müde aus.“
Ich schaue mir die Haut an und denke manchmal: Ja. Die hat gerade wirklich ihr eigenes Programm. 😄
Aber genau hier wird es interessant. Denn Haut ist nicht einfach nur trocken, fettig oder empfindlich.
Sie kann zum Beispiel gleichzeitig trocken wirken und trotzdem viel Talg produzieren.
Sie kann empfindlich reagieren und trotzdem verstopfte Poren haben.
Und sie kann von außen ganz ruhig aussehen, obwohl unter der Oberfläche einiges los ist.
Deshalb frage ich bei einer Hautanalyse nicht einfach: „Welche Creme benutzen Sie?“
Ich möchte wissen:
Was macht Ihre Haut morgens?
Wie fühlt sie sich nach der Reinigung an?
Spannt sie?
Glänzt sie?
Reagiert sie schnell?
Was passiert im Laufe des Tages?
Und vor allem: Was möchten Sie an Ihrer Haut eigentlich verändern?
Denn das ist für mich der entscheidende Punkt. Ich möchte nicht einfach irgendeine Behandlung machen, nur weil sie gerade modern ist.
Ich möchte herausfinden: Was braucht diese Haut – und was braucht sie gerade NICHT?
Und genau deshalb kann es passieren, dass ich einer Kundin sage: „Nein. Das würde ich heute nicht machen.“ Das klingt vielleicht erstmal komisch. Aber für mich gehört genau das zu guter Kosmetik.
Nicht möglichst viel machen. Sondern das Richtige machen.
Ein kleiner Blick in deinen Alltag
Vielleicht kennst du das: Du kaufst ein neues Serum. Dann kommt noch eine Creme dazu. Dann ein Peeling, weil irgendwo steht, dass Peeling wichtig ist. Dann eine Maske. Und irgendwann steht dein Badezimmer voller Produkte und deine Haut denkt wahrscheinlich:
„Mädels … was soll das hier eigentlich werden?“ 😂
Mehr ist nämlich nicht automatisch besser. Manchmal braucht Haut weniger. Manchmal braucht sie etwas anderes. Und manchmal braucht sie vor allem eines: Ruhe und einen klaren Plan.
Deine kleine Aufgabe für heute
Schau heute Abend einmal ganz bewusst in den Spiegel. Nicht um nach einer Falte zu suchen. 😉
Schau einfach deine Haut an.
Und frage dich:
Wie fühlt sich meine Haut eigentlich an?
Nicht: „Wie sollte sie aussehen?“ Sondern wirklich: Wie fühlt sie sich an? Spannend? Ja.
Denn vielleicht stellst du dabei schon fest, dass deine Haut dir viel mehr erzählt, als du bisher gedacht hast.
Und genau da fangen wir an. Morgen wird es nämlich noch interessanter.
Denn dann erzähle ich dir von einem Satz, den ich im Studio tatsächlich manchmal sage:
„Sie haben tote Haut.“
Und bevor du jetzt denkst, ich habe den Verstand verloren … 😄 Keine Sorge.
So, das war dein erster kleiner Einblick in meine Welt der Haut.
Wir sehen uns morgen wieder zu Tag 2.
Und ich verspreche dir: Es wird interessant – denn dann sprechen wir über „tote Haut“. 😉
Bis morgen
Deine Helena
