„Ich habe durch meine Ehrlichkeit Kundinnen verloren.“
Willkommen zurück auf deiner kleinen Hautreise.
Heute erzähle ich dir etwas über mich. Etwas, das vielleicht nicht besonders geschäftstüchtig klingt. 😄
Ich habe durch meine ehrliche Art schon Kundinnen verloren. Ja. Tatsächlich.
Warum? Weil ich manchmal sage, was eine Kundin nicht unbedingt hören möchte.
Wenn ich zum Beispiel sehe, dass eine bestimmte Behandlung gerade nicht sinnvoll ist, sage ich das.
Wenn ich denke, dass ein Produkt nicht zu ihrer Haut passt, sage ich das.
Und wenn ich merke, dass eine Kundin eigentlich etwas ganz anderes braucht als das, was sie sich ausgesucht hat, dann sage ich auch das.
Manchmal kommt daraufhin: „Ach so …“ Und manchmal sehe ich die Kundin danach tatsächlich nicht wieder.
Natürlich könnte ich es mir einfacher machen. Einfach sagen: „Ja, machen wir.“ Behandlung durchführen. Fertig.
Aber dann würde ich morgens nicht mehr mit dem guten Gefühl ins Studio gehen, dass ich meine Arbeit wirklich ehrlich gemacht habe.
Denn für mich bedeutet Kosmetik nicht: Hauptsache verkaufen. Für mich bedeutet Kosmetik: Hinschauen. Beraten. Ehrlich sein.
Und ja, davon kann man auch einmal eine Kundin verlieren. Das tut natürlich trotzdem weh.
Aber ich glaube daran, dass Ehrlichkeit manchmal etwas braucht, das wir heute gar nicht sofort sehen können:
Zeit.
Vielleicht erinnert sich eine Kundin irgendwann – nach Monaten oder sogar Jahren – an ein Gespräch mit mir.
Vielleicht denkt sie dann: „Die Helena hat mir damals ehrlich gesagt, was Sache ist.“
Und vielleicht kommt sie genau deshalb irgendwann wieder. Nicht, weil ich ihr damals alles versprochen habe. Sondern weil ich ihr die Wahrheit gesagt habe.
Und genau das ist mir wichtiger als ein schneller Termin.
Ein kleiner Gedanke für dich
Wenn du das nächste Mal eine Behandlung möchtest, frag deine Kosmetikerin ruhig:
„Was würden Sie mir ehrlich empfehlen?“
Nicht: „Was kann ich alles machen?“
Sondern: „Was ist für meine Haut wirklich sinnvoll?“
Denn manchmal ist die beste Empfehlung nicht die teuerste. Nicht die neueste. Und auch nicht unbedingt die Behandlung, die man sich gerade ausgesucht hat. Manchmal ist die beste Empfehlung einfach die ehrlichste.
So, heute war es ein bisschen persönlicher. 😌
Und vielleicht verstehst du jetzt auch ein bisschen besser, warum ich manchmal „Nein“ sage.
Morgen schauen wir uns etwas an, das heute fast jeder kennt:
Dr. Google, ChatGPT, Copilot und Co.
Sie wissen unglaublich viel. Aber können sie deine Haut wirklich sehen?
Und genau darüber sprechen wir morgen. 😉
Bis morgen,
deine Helena
